Lars Rudolph

deutscher Schauspieler

Lars Rudolph (* 18. August 1966 in Wittmund, Ostfriesland) ist ein deutscher Schauspieler, Musiker und Komponist.

Lars Rudolph bei der Theater-Performance „Wilde Welt Wald“ im Mai 2018

Lars Rudolph wurde im ostfriesischen Wittmund als einer von vier Söhnen geboren. Die Familie zog häufig um, da sein Vater als Fregattenkapitän der Bundesmarine oft versetzt wurde. Rudolph spielte als Jugendlicher Trompete in einem Blasorchester.[1]

Nach dem Abitur studierte Rudolph zunächst Musik an der Universität Oldenburg. 1984 war er Gründungsmitglied der Punk-Jazz-Band KIXX, zu der auch der spätere Komiker und Moderator Wigald Boning gehörte.[2] Der Besuch einer Aufführung der Dreigroschenoper am Theater Kiel weckte seine Theaterbegeisterung und Rudolph brach sein Studium ab um sich der Schauspielerei zuzuwenden. Er absolvierte 1994 ein Intensivstudium am Berliner Theaterstudio 1992 e.V. und besuchte Schauspielkurse, unter anderem bei Susan Batson.[3]

Rudolph ist als Charakterdarsteller in Nebenrollen in Film und Fernsehen bekannt. Er war bislang an über 60 Filmproduktionen beteiligt. 1997 erhielt er für seine Arbeit in Jan Ralskes Not a Love Song den Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller. Daneben war Rudolph an verschiedenen Theatern zu sehen, etwa am Schauspielhaus Zürich, an den Münchner Kammerspiele und an der Berliner Volksbühne. Von 2020 bis 2024 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Hamburg.

Filmographie

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Kompositionen

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  • 1998: Allee der Kosmonauten – Regie: Sasha Waltz, Musik: Lars Rudolph, Hanno Leichtmann
  • 2004: Snobby Dim – Regie: Beate Andres, Musik: Ich schwitze nie (Bussmann, Leichtmann, Rudolph), Hörspiel von Frank Becker
  • 2005: Prinzessin Wachtelei mit dem goldenen Herzen – Regie: Wolfgang Rindfleisch. Kinderhörspiel von Albert Wendt mit Katie Angerer

Hörspiele/Hörbücher (Auswahl)

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Auszeichnungen

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Literatur

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  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 349 f.
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Commons: Lars Rudolph – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Munzinger: Lars Rudolph
  2. Freunde Guter Musik: KIXX
  3. Schauspielhaus Hamburg: Lars Rudolph
  4. Reik Anton: "Wilde Welt Wald. Der Wald kann sprechen." Schweriner Volkszeitung, 22. Mai 2018, abgerufen am 28. Januar 2019.